Für Mastercard-Inhaber könnte sich in den nächsten Jahren beim Bezahlen einiges ändern. Die gängigen Kreditkartennummern stehen vor dem Aus. Aber wann ist es so weit und wie läuft eine Kreditkartenzahlung dann genau ab?
Verschwinden nach den Magnetstreifen und der Hochprägung auch gleich noch die 16 Ziffern zählenden Kartennummern auf Kreditkarten? Wenn es nach dem bekannten Anbieter Mastercard geht, sollen die Zahlenfolgen bis zum Jahr 2030 durch sicherere Lösungen wie digitale Tokens abgelöst werden.
Wie funktioniert Tokenisierung beim Bezahlen?
Bisher laufen die meisten Kreditkartenzahlungen im Internet so ab, dass Du zunächst Deine Kartendaten angeben musst. Dazu zählen neben Namen und Ablaufdatum auch die Kreditkartennummer und die Prüfziffer.
Durch einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor sind Online-Zahlungen mit Kreditkarte schon heute sehr sicher. Häufig musst Du die Transaktion zum Beispiel noch in einer Smartphone-App freigeben.
In Zukunft will Mastercard noch einen Schritt weiter gehen und dabei auf einen Mechanismus setzen, der auch schon bei kontaktlosen Bezahlvorgängen mit dem Smartphone zur Anwendung kommt. Ein einzigartiger Token für jede Transaktion ersetzt dabei die Eingabe der Kartendaten.
Um den Token zu generieren, musst Du Dich wiederum mit einem biometrischen Faktor authentifizieren. Hierzu zählen etwa Fingerabdruckscan oder die automatische Gesichtserkennung.
Ausblick: Wann ist Schluss mit Kreditkartennummern?
Schon heute ist es nicht mehr zwingend notwendig, eine physische Kreditkarte zu besitzen, um mit dieser bezahlen zu können. Virtuelle Kreditkarten gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Diese kannst Du in digitalen Wallets wie Apple Pay oder Google Pay speichern und so nicht nur für Online-Zahlungen, sondern auch für kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch an der Ladenkasse verwenden.
Nach Angaben der australischen News-Plattform „The Conversion“, die zuerst über die Mastercard-Pläne berichtete, sollen die Kreditkartennummern auch nur auf den physischen Karten wegfallen. In der App des Kartenherausgebers sollen die Daten weiterhin einsehbar sein.
Wann die Änderungen auch in Deutschland ausgerollt werden, ist aktuell noch nicht bekannt. Für den Start will Mastercard die neuen Kreditkarten bei der australischen „AMP Bank“ testen.
Allzu viel dürfte sich für Dich als Karteninhaber aber ohnehin nicht ändern. Vor allem, wenn Du bereits „mit Handy“ bezahlst.